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Erzgebirgeholzkunst

PyramidenSchwibbögenNußknackerSpieldosenRäuchermännerEngel+Bergmänner
Laden in Wehrheim Traditionell und ModernSammlerobjekt und Kapitalanlage

Pyramiden

Pyramide

Schwibbögen

“Lautlos dreht sich das Flügelrad der Pyramide vom Hauch brennender Kerzen bewegt. Geheimnisvoll huschen die Schatten an der decke durcheinander. Figuren und Tiere der heimischen Lebenswelt ziehen im Lichterschein vorüber. Dem Erzgebirger hat es die Pyramide angetan.” So kennzeichnet Johannes Eichhorn (geb. 1904), der unermüdliche Forscher und Hüter von Volkskunsttraditionen, den einzigartigen Reiz des bekannten erzgebirgischen Weihnachtsleuchters.

Die Weihnachtspyramide ist in ihrer Form dem Göbel nachempfunden - dem Berg, in dem das Erz abgebaut wurde.

Die größte Weihnachtspyramide des Taunus

Inhaberin Doris Schmidt präsentiert in ihrem Laden in Wehrheim die größte Weihnachtspyramide des Taunus.

Schwibbogen

Der erzgebirgische Schwibbogen vereint uralte erzgebirgische Weihnachtsbräuche, die Verkörperung bergmännischen Gedankengutes und das Illuminieren, die bewußte Darstellung des Lichtes als Ausdruck der Wärme, Geborgenheit und Friedenssehnsucht. Die ersten Schwibbogen stammen aus der Gegend von Johanngeorgenstadt - bei Schwarzenberg, aus den Huthäusern am Fastenberg.

Die Form des Lichterbogens soll an den Eingang der Erzminen erinnern.

Nußknacker

Nußknacker

Das Charakteristische der erzgebirgischen Nußknacker sind die gedrechselten und bemalten, zu Figuren zusammengebauten Nußknackerformen, die inhaltlich eine martialische (kriegerische, wilde, streitbare) Aussage haben. Ihnen sind Typen vorbehalten wie Soldat, König, Gendarm, Oberförster, Ritter und dergleichen. Die meist mit leuchtenden Farben bemalten Nußknacker sind mit Bart- und Kopfhaar und ausgewogener Ornamentik dekoriert.

Früher benutzen die einfachen Leute die Figur des Nußknackers, um die Obrigkeit zu karikieren.

Räuchermänner

Gütesiegel der Erzgebirgeholzkunst
Räuchermännchen

Wohlriechende Kräuter, Harze und Hölzer wurden bereits im Altertum verschwelt. Glimmende Duftstoffe waren bei Römern und Ägyptern beliebt. Auch im Erzgebirge ließ man schon vor der Entwicklung von Räucherkerzen und Räucherfiguren in den Winternächten Tannenreisig auf der Ofenplatte oder über der Kerzenflamme oder Riechpulver und Räucherpapier in flachen Schalen verschwelen. Man empfand dabei Freude am Wohlgeruch und wollte böse Geister vertreiben und gute herbeilocken.

Spieldosen

Spieldose

Erzgebirgische Spieluhren und Miniaturen sind Teil der erzgebirgischen Volkskunstproduktion, deren spezifischer Ursprung in der Entwicklung der Seiffener Volkskunst zu suchen ist. Hier hat - nach dem Niedergang des Zinnbergbaues während des Siebenjährigen Krieges - der Bergmann die Antriebskraft der Wasserräder in den Pochwerken genutzt, um Drechselbänke anzutreiben und Holzwaren herzustellen.

Lichterengel und Bergmänner

Bereits im 16. Jahrhundert gab es in den Kirchen Bergmanndarstellungen. Die aus Zinn gefertigten Knappenfiguren dienten als Träger der Altarkerzen.
Im Erzgebirge war die Beziehung Bergmann, Licht und Gotteshaus sehr eng verbunden. Der Bergmann besaß ein stark emotionales Verhältnis zum Licht, war es doch Beleuchtungsquelle schlechthin. Für die äußerst gefahrvolle Tätigkeit unter Tage wurde das Licht zum symbolträchtigen Sinnbild für Glaube, Glück und Leben.

Engel und Bergmann

Der Erzgebirgeholzkunst-Laden in Wehrheim/Taunus

Wehrheim. Die größte Weihnachtspyramide des Taunus - wenn nicht sogar des gesamten Rhein-Main-Gebiets - steht bei Doris Schmidt in Wehrheim. Die bunte Pyramide ist gut 2,70m groß, wurde speziell für die Inhaberin des Kunstgewerbeladens für Erzgebirge-holzkunst in Neuhausen bei Seiffen von Hand gefertigt und ist zur Zeit in der Bahnhofstraße 34, schräg gegenüber des Wehrheimer Postamts zu besichtigen.
   "Bei der Größe dreht sich die Pyramide natürlich nicht durch die aufsteigende Luft der Kerzen. Daher haben wir einen elektrischen Antrieb eingebaut", erklärt Doris Schmidt und erläutert die Tradition der Weihnachts-Pyramiden: Die Form der Pyramide ist dem "Göbel" nachempfunden, in dem im Erzgebirge das Erz abgebaut wurde. In den einzelnen Stufen drehen sich unter dem großen Flügelrad bunte Figuren, die alle etwas mit der Weihnachtsgeschichte zu tun haben. Die kunstvoll gearbeiteten Figuren stellen Engel, Bergmänner und die christliche Familie mit dem Jesuskind dar.

"Es ist alles in mühevoller Handarbeit gedrechselt und geschnitzt", so Doris Schmidt nicht ohne Stolz. Trotz der traditionellen Handwerkskunst ist die moderne Technik nicht an der Wehrheimer Ladenbesitzerin vorbegegangen.
   Unter www.Erzgebirgeholzkunst.de zeigt sie im Internet ihre Produkte und natürlich auch ein Bild der Riesenpyramide. "Über die Webseiten erhalte ich Anfragen aus ganz Deutschland, da die Leute im Vorweihnachtsstress wohl immer weniger Zeit zu einem gemütlichen Einkaufsbummel haben", meint Doris Schmidt, die dieses Erlebnis den Besuchern ihres Lädchens bieten will. Ein Abstecher in die Wehrheimer Bahnhofstraße kam jedoch für einen Besucher der Internetseiten nicht in Frage: "Ein Geschäftsmann aus Korea interessierte sich für meine Holzkunst aus dem Erzgebirge", berichtet die Kunstliebhaberin geschmeichelt. Vielleicht fliegen ja bald viele kleine Weihnachtspyramiden um den halben Erdball. (ze / Usinger Anzeiger)

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